Soul Grinder/Discreation/Slaughterday/ Fleshcrawl – Eternal Death Rituals Tour @Live Music Hall Weiher

Soul Grinder/Discreation/Slaughterday/ Fleshcrawl – Eternal Death Rituals Tour @Live Music Hall Weiher

Soul Grinder leiteten den Abend mit einem epischen Intro ein. Eine Besonderheit, die man nicht so oft sieht: Gitarrist und Bassist teilen sich die harten Vocals – eine starke Kombination, die dem Sound zusätzliche Wucht verleiht. Gut eingebaute Gitarrensoli lockerten die kompromisslose Härte immer wieder auf, während der Drummer ordentlich Druck machte. Dazu kam ein satter, schöner Bass-Sound, der dem Ganzen Tiefe verlieh. Man merkte den drei Musikern deutlich an, wie viel Spaß sie auf der Bühne hatten.

Zwischen den harten Moshpit-Passagen wurden immer wieder kurze groovige Parts eingestreut, was für eine gelungene Abwechslung sorgte und die Band angenehm von anderen abhob. Licht, Nebel und die starke Interaktion mit dem Publikum rundeten die Show ab. Für Liebhaber harter Musik definitiv eine Empfehlung.

Anschließend betraten Discreation die Bühne und lieferten eine abwechslungsreiche Performance. Die Mischung aus tiefen Growls und etwas höherem Screaming ergab eine starke Synergie mit den schnellen Drums und den teilweise schweren Riffs. Durch die Interaktion mit dem Publikum merkte man, dass die Vocalistin Spaß hatte und auf der Bühne voll aufging.

Ein gutes Beispiel dafür, dass Frauen harte Vocals genauso überzeugend performen können wie Männer. Für jemanden wie mich, der ständig neue Bands mit Frauen sucht, die keine Clean Vocals machen, eine gute Ergänzung für meine Playlist. Die Gitarrenriffs waren vielseitig und sorgten immer wieder für neue Impulse im Soundbild. Der mächtige Sound zog einen förmlich von draußen direkt vor die Bühne. Headbangen war hier nicht nur möglich, sondern nahezu unvermeidlich.

Als dritte Band des Abends heizten Slaughterday dem Publikum noch einmal ordentlich ein. Schneller, harter Sound traf auf klare, sauber gespielte Gitarrensoli. Wer Geschwindigkeit und Härte liebt, dabei aber nicht auf starke Soli verzichten möchte, war hier genau richtig.

Auch sie bauten zwischendurch kurze groovige Parts ein, die für zusätzliche Dynamik sorgten und einen immer wieder neu belebten. Der Sound drückte mächtig nach vorne und erzeugte eine durchgehende Wucht. Die ganze Mischung machte Lust auf Headbangen, und der letzte Song holte noch einmal alles aus dem Publikum heraus.

Den Abschluss bildeten Fleshcrawl, und sie enttäuschten nicht. Bereits der Einleitungssong riss alle mit. Der Vocalist war an diesem Abend ein absolutes Highlight: eine mächtige Stimme, starke Bühnenpräsenz und die spürbare Erfahrung eines Musikers, der weiß, was er tut. Das Warten hatte sich gelohnt.

Schnelle, harte Drums trafen auf technische Gitarrenriffs, während die gesamte Band ihre Musik lebte – Headbangen inklusive. Die Publikumsinteraktion funktionierte hervorragend, und für Moshpit-Liebhaber gab es reichlich Gelegenheit, sich auszutoben. Zwischen den Liedern gab es hin und wieder atmosphärische Klänge, bevor es wieder kompromisslos zur Sache ging.

Eine Stunde, die wie im Flug verging: fünf Musiker, ein fetter Sound und das Gefühl, dass einen die Druckwelle direkt von der Bühne wegfegt, wenn man ganz vorne steht. Definitiv eine Show, bei der niemand einschläft.

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