Review: EP “Silent Order” von Bartok

Bartok hatten wir euch hier bereits vorgestellt. Die Jungs dürften insbesondere bei Fans des kernigen Stils von Meshuggah und Pantera glänzende Augen hervorrufen.

Inzwischen ist zum 17. Oktober 2020 das durch den gleichnamigen Song zu einem 3-Piece/EP ergänzten Werk erschienen und digital bei Bandcamp erhältlich. Nativ Kedem (b) zeigte sein großes Können am Tieftöner bereits in Israel bei Projekten wie Dissonant und Reign of the Architect als auch in vielen Ländern als Soundmixer in Clubs und bei Konzerten. James Logan Woodward (vc) ist anderweitig noch bei Moses Christ und Cyclops tätig, Liran Al (gt) sorgt für die Shreds in der 2017 gegründeten Band, nachdem er unter anderem bei Armilos, Azazel und Bar Minan aktiv gewesen ist.

Im September 2020 stieß Matias Semronii (Futura, Rastro Banda, Marfil) als neuer Drummer zur Band, um das Gründungsmitglied Fridtjof Kirste zu ersetzen.

Pandemiebedingt konnten vorläufig nicht mehr Songs von Bartok erarbeitet und aufgenommen werden, Sänger James hängt in Israel fest, die anderen drei Musiker leben derzeit in Berlin, es ist mühsam über zwei Kontinente. Jedoch ist das erste richtige Album in Arbeit, sodaß sich Metalheads alsbald auf den Longplayer und das amtliche Live-Erlebnis freuen können.

Tracklist Bartok Silent Order (17. Oktober 2020)

01 – Hail the Dead

02 – Deconstruct

03 – Silent Order

Bartok in die Reihe der Knüppler zu stellen, würde ihnen Unrecht tun. Zwar frönen sie dem groovigen Powermetal, sind alle Thrash Metal-erfahren, verlieren nicht viel Zeit mit Schnörkeln, bauen jedoch gerne Breaks und Twists in ihre Songs ein, die ihnen damit einen ganz besonderen Reiz verleihen.

So erinnern James’ Stimmfarbe und die Melodiegebung beim Hail the Dead-Refrain an die Grunge-Legenden Pearl Jam und Alice in Chains, was in ähnlicher Form auch bei Deconstruct aufgefahren wird – sehr treibend und eingängig, das Zeug zum Klassiker habend und unser eindeutiger Anspieltipp; Silent Order, das dritte und letzte Stück, fingert sich nach dem Intro der Rhythmussektion und trockenen Gitarrenriffs in eine reichlich entfesselte Nummer, die kurz von Newsflash-Announcement-artigen Ansagen aufgelockert wird.

Hier und da sind die kleinen Verbeugungen augenscheinlich, jedoch ergeben die Zitate eine ganz eigenständige Melange, und trotz aller Härte kommen die Melodien nicht zu knapp zur Geltung. Auf das vollständige Album sind wir bereits sehr gespannt! Wenn ihr richtig Bock auf Abrocken habt, seid ihr bei Bartok mehr als richtig!

Für 2021 laufen bereits erste Planungen für Auftritte. Ihr wollt sie bei euch in der Nähe sehen, hören, spüren? Schreibt sie an. Wer in Berlin lebt oder den Weg dahin nicht scheut, kann Bartok am 1.5.2021 als Special Guest von Daily Insanity erleben. Diese Konstellation läuft auch am 8.10.2021 in Hamburg auf.

Video: Olga Rimsky Visual Solutions

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Sabine

Nicht ganz frisch und nicht ganz sauber – das trifft es so ungefähr, worauf man sich bei mir einstellen kann. Quasi mit der Kamera in der Hand geboren, kristallisierte sich während des regen jährlichen Besuchs des Lahnsteiner Bluesfestivals ein Faible für Konzertfotografie heraus, welches im Lauf der Zeit und mit wechselndem sowie wachsenden Equipment verfeinert wurde. Der Weg ist das Ziel!

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